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Davos (CH )2018

Ich war schon oft in Davos in den Schweizer Alpen. Grund dafür war immer meine Teilnahme am jährlichen Swissalpine-Marathon über 78km. Ich habe den K78 fünfmal erfolgreich beendet und bin ihn mindestens genauso oft alleine gelaufen. Es ist einfach eine atemberaubende Landschaft. Leider reicht beim Laufen die Zeit nicht, um die Landschaft zu genießen. Ich beschloss deshalb, Teile dieses Weges zu wandern und in Ruhe zu fotografieren. Mit dabei mein Sohn Adrian. Wir fuhren mit dem Zug von Davos nach Bergün und starteten von dort aus los. Die Strecke führt nach Chants und hinauf zur Keschhütte. Leider was das Wetter an dem Tag nicht das, was man als fotogen bezeichen könnte. Wir verbrachten auf der Keschhütte einen äußerst angenehmen Hüttenabend und eine sehr kurze Nacht. Wir standen um 4 Uhr Morgens auf. Geschlafen habe wir wenig. Es war eiskalt, an den Dachfenstern waren zugefroren. Nach einem einsamen Frühstück, das uns der zuvorkommende Hüttenwirt am Vorabend vorbereitet hatte. liefen wir los. Wir wanderten in der Kälte zu den Lai da Ravais-Seen. Es hatte die Tage zuvor geschneit und es lag kniehoch Schnee. Ich wollte unbedingt vor dem ersten Licht an den Seen sein, aber der Weg dorthin war alles andere einladend, und wir hatten unsere Schwierigkeinen, uns dorthin einen Weg zu bahnen. An den Seen angekommen, bauten wir die Ausrüstungen auf und warteten. Eben war ich noch verschwitzt und jetzt stand ich in der Landschaft und fror. Es war verdammt kalt, der Wind blies uns ins Gesicht und jeder Objektivwechsel war mit den klammgeforeren Fingern eine echte Zitterpartie. Und dann kam das violette Herbstlicht und dann die Sonne. Die Stimmung in dieser Landschaft an diesem Morgen war atemberaubend, die Fotos sprechen für sich. Wir sind über den Panoramatrail, oberhalb der Alp Funtauna zum Scaletta-Pass gewandert und von dort bis zum Dürrboden abgesteigen. Der Plan war, von dort mit dem Bus nach Davos zurückzufahren. Aber um die Jahreszeit fährt da nicht alle halbe Stunde einer und so standen wir nach einer Rast an der Bushaltestelle und lasen, dass der nächste Bus in 2 Stunden kommt. Wir beschlossen einfach mal in Richtung Davos drauf los zu laufen. Irgendwann haben wir uns dann den Bus gänzlivh aus dem Kopf geschlagen und sind bis Davos druchgelaufen. Das war so nicht geplant, und eine ziemlich anstrengende Tour (sorry Adrian ... :-)). Am Tag danach legten wir erst mal einen "Wellness" -Tag ein, einen leckeren Kaffee im Hotel Schatzalp, in der Sonne sitzen, faulenzen und die Wolken zählen. Am Abend fuhren wir mit der letzten Seilbahn zum Jakobshorn. Von dort aus rüber zum Jatzhorn (2682) gewandert und haben unsere Stative auf dem Gipfel in Position gebracht. Der Wind blies hart und kalt, aber wir mussten nur auf den Sonnenuntergang warten. Ich fürchtete, dass uns die aufkommenden Wolken einen Strich durch die Rechnung machen, aber dann passierte es. Ein blutroter Abendhimmel vor einem herrlichen Panorama ...

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